Radikal Sorgende Stadt(‑teilkantine)

Die Krisenhaftigkeit sozialer Reproduktion macht Formen städtischen Sorgens erforderlich, die derzeit als „shadow care infrastructures“ (Power et al. 2022) diskutiert werden und jenseits dezidiert staatlicher und kleinfamiliärer Sorgekontexte stattfind…

Editorial

In Städten lebt ein Großteil der Menschheit. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass auch vorrangig dort gestorben wird. Als symbolisch aufgeladener und zugleich selbstverständlicher Teil von Gesellschaft schreibt sich das Sterben unweigerlich in das städt…

Sterben weltweit

Die Neuauflage des 2010 herausgegebenen Sammelbands Deathscapes: Spaces for death, dying, mourning and remembrance (Hg. Avril Maddrell/James Sidaway) beleuchtet neben dem Vor- und Nachwort der Herausgeber:innen Danielle House, Mariske Westendorp und Av…

Können wir feministisch sterben?

Innerhalb von verschiedenen Kontexten, die sich im Spannungsfeld der Palliativ-Care im peripheren Raum beobachten lassen, diskutiert dieser Beitrag die geschlechtliche Dimension des Versterbens. Eine feministische Betrachtungsweise ermöglicht eine Abwä…

Hinterbliebene Dinge

Was steht am Ende des Lebens? Neben den Beziehungen zu anderen Menschen und den dadurch hinterlassenen Spuren im Leben anderer stehen am Ende des Lebens auch die angesammelten Besitztümer. Sie erzählen Geschichten vergangener Leben, von Erinnerungen, R…

Urbaner Aktivismus zur Wendezeit

Der komplexe Band Stadtwende. Bürgerengagement und Altstadterneuerung in der DDR und Ostdeutschland eröffnet neue Perspektiven bezüglich der Erforschung der deutschen Vereinigung von 1990. Herausgegeben von Jana Breßler, Harald Engler, Constanze Kummer…

Klasse und/oder Klassismus?

In den letzten Jahren hat sich im deutschsprachigen Raum eine Kontroverse um die Verwendung der Begriffe ‚Klasse‘ und ‚Klassismus‘ entwickelt. In der Debatte stehen sich marxistisch ausge-richtete Vertreter:innen der Klassentheorie und die eher identit…

Dismantling the Ethnographer’s House

Audre Lorde folgend widmet sich dieser Beitrag Werkzeugen zur Dekolonialisierung ethnografischer Forschungspraxis. Er argumentiert, dass jede ethnografische Forschung mit einer kritischen Selbstreflexion beginnen sollte, die das Klassenbewusstsein und …

From Practice to Theory and Back Again?

Aufgewachsen an der Schnittstelle von Bauernstand, Arbeiterklasse und (aufsteigender) Mittelschicht verschafften sich Reibungen zwischen Theorie und Praxis (wie auch von Willis 1977 beschrieben), Geist und Körper, Wissenschaft und dem ‚echten Leben‘ Ra…

(Wieder) über Klasse sprechen

Diese Einleitung zum 86. Band der Reihe Kulturanthropologie Notizen widmet sich der Frage, welche Rolle die Strukturkategorie und Erfahrungsgröße ‚Klasse’ in der ethnografischen Forschungspraxis spielen kann. Sie formuliert ein Plädoyer dafür, sich in …

Dismantling the Ethnographer’s House

Audre Lorde folgend widmet sich dieser Beitrag Werkzeugen zur Dekolonialisierung ethnografischer Forschungspraxis. Er argumentiert, dass jede ethnografische Forschung mit einer kritischen Selbstreflexion beginnen sollte, die das Klassenbewusstsein und …

Rechte Refiguration

Obwohl der Aufstieg radikal rechter Kräfte auch innerhalb der Stadt- und Raumforschung einen immer prominenteren Platz einnimmt, fehlt es weitgehend sowohl an einer empirisch gesättigten Analyse ihrer tatsächlichen Effekte auf lokale Gemeinschaften als…

Editorial

Unser 25. Heft ist als offene Ausgabe ohne Themenschwerpunkt konzipiert – und doch stellen gleich drei Aufsätze aktuelle Konflikte in ostdeutschen Städten ins Zentrum ihrer Analyse. Dies kann als Beleg für die Dringlichkeit dieses Themas gelten, das in…

Räume für kollektivere und freiere Beziehungsweisen

Der neue Band des Herausgeber*innenkollektivs Kitchen Politics beschäftigt sich mit konkreten materialistisch-feministischen Entwürfen eines kollektiveren und freieren Zusammenlebens: Von Alexandra Kollontais Plänen für die Abschaffung des Privathausha…